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 Gruppenpädagogik

Der Gruppenleiter/die Gruppenleiterin

Plenum:

Eine Kontroverse im Teamerkreis über eine "Regelverletzung" (Nachtruhe, etc.) der TeilnehmerInnen wird im Plenum ausgetragen. Es sollen in der Diskussion anhand der Äußerungen der Teamer die drei Führungsstile (Autoritärer, Laissez-faire, Demokratisch) erkannt werden. (Oder: Nach "ich bin der Martin" einen Gruppenleiter zur Witzfigur machen).

Kleingruppenarbeit:

  1. Die Diskussion war nur ein Spiel!
  2. Wie habt ihr die MitarbeiterInnen erlebt? Welche Beiträge haben sie geleistet? In welchem Verhältnis standen die Beiträge zum Problem?
  3. Die drei Führungsstile: Ein Modell:
    1. Autoritärer Führungsstil.
    2. Laissez-faire Stil.
    3. Demokratischer Stil.
  4. Welcher GruppenleiterIn könnt ihr in der Diskussion welchem Führungsstil zuordnen?
  5. Welche Gefahren beinhalten die einzelnen Führungsstile? - Bitte notieren!
  6. Welche Vorteile haben die einzelnen Führungsstile? - Bitte notieren!
  7. Wann kann und wann muß der/die GruppenleiterIn welchen Führungsstil anwenden?

Vor- und Nachteile herausarbeiten und notieren!

Grundsätzliches: Jede/r GruppenleiterIn entwickelt mit der Zeit seinen eigenen Stil. Dieser ist immer eine Mischform von den vorher vorgestellten Führungsstilen. Jeder merkt, ob es möglich ist, mit seinem Führungsstil eine Gruppe zu leiten. Jeder paßt seinen Führungsstil der Gruppe an.

Weitere Diskussionsmöglichkeiten:

  • Wie erlebt ihr Gruppenleiter (auch Lehrer, oder Gruppenleiter z.B. im Sportverein)?
  • Warum habe ich vor einigen Gruppenleiteren (Lehrern) Respekt, vor anderen nicht?
  • Wie sollte eine "gute" Gruppenstunde ablaufen? (Beginn, Begrüßung, Führung, usw).

Die Diskussion soll, wenn möglich, mit praktischen Beispielen verdeutlicht werden.

Oder: Das eigene Verhalten der TeilnehmerInnen als GruppenleiterIn (falls schon gemacht z.B. im Kindergottesdienst) reflektieren und falls nötig, nach Problemlösungen suchen.

Falls die Diskussion stockt, hier Diskussionsvorschläge

Leitungsverhalten und dessen Auswirkungen

  • LeiterIn und Gruppe: Eine/r und Gleichen oder Sonderstellung?
  • LeiterIn prägt die Erwartungen.
  • Der/die LeiterIn als Vorbild.
  • Selbständigkeit fördern.
  • Leiter oder Leiterin - macht das einen Unterschied?

Leitungsstile und ihre Auswirkungen

  • Die GruppenleiterIn als AnimateurIn?
  • Antiautoritäre Erziehung - längst überholt?
  • Erziehungsmittel - muß Strafe sein?
    • Schläge
    • Psychische Strafen
    • Strafen nützen selten
    • Alternative zu Strafen: Störungen aufgreifen und gemeinsam nach Lösungen suchen.
    • Anerkennung zeigen
    • Loben lernen
    • Kritisieren lernen
    • Niemals mit Konsequenzen drohen, die nicht eingehalten werden können

Hier endet der Themenkomplex "Führungsstile", wir schwenken um, nur eine führende Gruppenleiterin ist noch beim Gruppenleiten noch nicht alles, deshalb folgt Teil 2:

  1. Kleingruppenarbeit: Arbeitspapier "Der Gruppenleiter/die Gruppenleiterin" durcharbeiten.
     
  2. Was ist ein/e JugendgruppenleiterIn Erfahrungen aus der eigenen Gemeinde in Jugendgruppen o. ä. einbringen, aufschreiben, diskutieren. Sollte eine christliche/r JugendgruppenleiterIn mehr können oder anders sein als GruppenleiterIn z. B. in Sportvereinen? Aufschreiben!
    Aufgabe: Eine Figur "Ich der/die chistliche GruppenleiterIn" auf Folie erstellen Es handelt sich um eine Figur, die aus Einzelteilen besteht (Kopf, Leib, Arme, Hände, Oberschenkel, Beine). Die Einzelteile können ausgeschnitten werden und nach und nach im Plenum auf die Figur gelegt werden (mit Erklärung, wenn möglich!) Nach dem "Zusammensetzen" der Figur (in der Kleingruppe wird gemeinsam überlegt, was mich als GruppenleiterIn auszeichnet würde. Was kann ich gut, was kann ich nicht gut. Was sollte er im Kopf, im Bauch, in den Beinen haben? Welche Fähigkeiten und Qualitäten sind wichtig bezogen auf Schultern, Arme und Hände?
    Die Antworten können später im Plenum auf die Folie aufgeschrieben werden, oder die Kleingruppe kann sich Symbole für die Sachverhalte ausdenken. Es soll eine gemeinsame Figur aus allen Fähigkeiten der Teilnehmer erschaffen werden.
    Gleichzeitig soll eine Diskussion über die verschiedenen Beiträge entstehen.
     
  3. Vorstellung aller Ergebnisse im Plenum.
     

Copyright © Klaus Vogler
Letzte Aktualisierung am 25. November 2004
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